FDP Emsland-Süd

Pressemitteilungen vom 28.08.2017:

Kuiter weltweit tätig - Jens Beeck (FDP) besucht Werkstätten für Innenausbau

Zu Besuch in Thuine
Zu Besuch in Thuine
Thuine. Mit ihren ca. 100 Mitarbeitern hat sich das Unternehmen Kuiter aus Thuine als kompetenter Zulieferspezialist im internationalen Messebau etabliert. Davon konnte sich Jens Beeck (Bundestagskandidat der FDP) im Gespräch mit dem Geschäftsführer Ansgar Kuiter und Adrian Kuiter vom Einkauf/Marketing überzeugen. Im Anschluss folgte eine Betriebsführung durch die Werkstätten für Innenausbau. Begleitet wurde er u.a. von Dirk Meyer aus Lingen (Landtagskandidat der FDP).

„Trotz der guten Auftragslage haben Handwerkunternehmen wie wir mit einigen schlechten Rahmenbedingungen der Politik zu kämpfen“, so Ansgar Kuiter im Gespräch. Zum einen verhindert eine schlechte digitale Infrastruktur den technologischen Fortschritt in der digitalen Welt. „Technische Zeichnungen werden von den Zulieferer und Auftraggeber digital an unsere Maschinen per Internet übertragen und direkt verarbeitet“ erklärte Adrian Kuiter. Ein weiteres Problem ist das Nachwuchsproblem im Handwerk. „Obwohl wir stolz sind fast alle unsere Mitarbeiter selbst ausgebildet zu haben, wird es zunehmend schwieriger Ausbildungsstellen zu besetzen.“ Hier wünscht sich das Unternehmen eine Stärkung der beruflichen Ausbildung, z.B. Ausbau und Förderung der dualen Ausbildung. Der wichtigste Knackpunkt in der täglichen Arbeitswelt sei aber die zunehmende Bürokratisierung. Ein Bespiel dafür sei die seit dem 1. August geltende Gewerbeabfallverordnung, welche eine noch strengere Mülltrennung und neue Dokumentationspflichten erfordert. „Es stehe zu befürchten, dass die Betriebe Dokumentationen „für die Schublade” erstellen. Die Behörden greifen allenfalls im Einzelfall darauf zu, die Belastung gerade für kleinere Unternehmen könnte aber sehr viel höher ausfallen.

Jens Beeck verdeutlichte abschließend dazu: „Wir Freie Demokraten wollen unternehmerische Freiräume stärken und bürokratische Belastungen vermindern. In dieser Legislaturperiode sind zusätzliche Belastungen, unter anderem durch die Mindestlohndokumentationspflichtenverordnung, die Arbeitsstättenverordnung und das Entgeltgleichheitsgesetz entstanden. Dies gilt es zu korrigieren.“ Die FDP strebe in der kommenden Wahlperiode mindestens einen Bürokratieabbau unter dem Motto „One in, two out“ an. Einzelne Bereiche müssten aber völlig neu geregelt werden. Etwa das Vergaberecht. Selbst oberste Behörden könnten dies nicht mehr rechtssicher anwenden, wie aktuelle Fälle aus dem Nds. Wirtschaftsministerium ebenso zeigten, wie die gescheiterte Bestellung von 5 Korvetten für die Bundesmarine durch das Bundesverteidigungsministerium. Für Kommunen sei Vergabe häufig nur noch mit externen Fachberatern möglich - das kostet Zeit und Geld, hat mit den Zielen fairen Wettbewerbs nur noch wenig zu tun und belastet die Teilnehmer von Ausschreibungen mit dicken Ordnern einzureichender Unterlagen. „Das können wir uns schlicht nicht mehr leisten - jetzt nicht, und im Zuge völlig neuer Wettbewerbssituationen durch die Digitalisierung noch weniger in der Zukunft“, so Beeck abschließend.
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