Aktuelles - FDP Emsland-Süd

Lingen tritt Förderverein „Pro E 233“ bei - Beschluss im Stadtrat

Lingener Tagespost - Lokales vom 23.06.2017

Die Stadt Lingen tritt dem Förderverein „Pro E 233“ bei, der den vierstreifigen Ausbau der E 233 zwischen Meppen und Cloppenburg unterstützt.

Von Thomas Pertz

Lingen. In der Sitzung des Rates votierten CDU, SPD, FDP sowie Sabine Stüting und Marc Risse von den Bürgernahen dafür, deren Fraktionsvorsitzender Robert Koop sowie die Grünen-Fraktion dagegen. Koop hatte zuvor angekündigt, dass seine Fraktion nicht geschlossen abstimmen werde.

Der Förderverein hatte sich im Mai in Meppen gegründet. Er will laut Satzung „insbesondere über den Nutzen der E 233 für die Region, die regionale Wirtschaft und die Bevölkerung“ informieren. Dem Verein können unter anderem Unternehmen, Verbände der Wirtschaft, Landkreises, Kommunen, Vereine und einzelne Bürger beitreten.

Für die Grünen erklärte Michael Fuest, dass der Verein „so überflüssig ist wie ein Kropf“ sei. Der geplante Ausbau der E 233 sei nicht zu verantworten, sagte der Grünen-Ratsherr. Er verwies auf den Flächenverbrauch, die nach Schätzungen geringer ausfallende Auslastung und auch auf die Kritik des Umweltbundesamtes an dem Vorhaben. Danach würden durch den Ausbau von 88,1 Kilometer Straßen 309 Hektar Flächen beansprucht, davon wiederum 49,3 Hektar Naturschutzvorrangflächen. Grundsätzlich spricht sich das Umweltbundesamt dafür aus, statt der Straßenneubauten in den Ausbau des Wasser- und Schienennetzes zu investieren. Die Stadt Lingen, die ohnehin nicht von dem Ausbau der E 233 profitiere, solle den neuen Verein nicht auch noch durch eine Mitgliedschaft unterstützen, sagte Fuest.

CDU: Solidarisch sein

Die CDU-Fraktion war anderer Auffassung. Martin Koopmann erklärte, dass sich auch die Stadt Lingen solidarisch mit dem Anliegen der Initiative aus Industrie und Wirtschaft erklären und deshalb dem Verein beitreten solle. Die SPD werde den Beitritt ebenfalls unterstützen, sagte Fraktionsvorsitzender Bernhard Bendick. Dabei gehe es auch darum, vom Informationsfluss über das Projekt nicht abgeschnitten zu werden. Der Ausbau der Infrastruktur sei wichtig, sagte FDP-Fraktionsvorsitzender Jens Beeck. Deshalb stimme die FDP dem Beitritt zu.

Konzept soll Sicherheit in Lingen erhöhen

Lingener Tagespost vom 22.06.2017 - S 1 und Lokales
S.1:
pe Lingen. Der Lingener Stadtrat hat die Verwaltung beauftragt, gemeinsam mit der Polizeiinspektion Emsland-Grafschaft Bentheim ein Konzept zur Verbesserung der Situation rund um die Diskothek Joker und die Gaststätte Double In zu entwickeln und umzusetzen. Den Antrag hatte die FDP eingebracht. Er wurde in der Ratssitzung einstimmig angenommen. Die Liberalen hatten sich auf die Vorstellung der Kriminalitätsstatistik durch die Polizei in der Sitzung des Rates am 18. Mai bezogen. Danach ist die Zahl der Körperverletzungen in Lingen 2016 auf insgesamt 422 Fälle angestiegen, ein Plus von 74 im Vergleich zum Vorjahr. Als neuralgische Punkte wurden seitens der Polizei das Umfeld der Diskothek Joker am Schwarzen Weg und die Gaststätte Double In am Konrad-Adenauer-Ring genannt.

Lokales:
Gewalt in der Nacht: Konzept soll her
Lingener Stadtrat will Lösungen für „Kriminalitäts-Hotspots“ – FDP-Antrag einstimmig beschlossen

Der Rat der Stadt Lingen hat die Verwaltung beauftragt, gemeinsam mit der Polizeiinspektion Emsland-Grafschaft Bentheim ein Konzept zur Verbesserung der Situation rund um die Diskothek Joker und die Gaststätte Double In zu entwickeln und umzusetzen.

Von Thomas Pertz

Der am Ende einstimmig so verabschiedete Beschluss ging auf einen Antrag der FDP zurück, den Fraktionsvorsitzender Jens Beeck in der Sitzung erläuterte. Dabei bezog er sich auf die Vorstellung der Kriminalitätsstatistik durch Vertreter der Polizei in der Sitzung des Rates am 18. Mai. Danach ist die Zahl der Körperverletzungen in Lingen 2016 auf insgesamt 422 Fälle angestiegen, ein Plus von 74 im Vergleich zum Vorjahr. Als neuralgische Punkte wurden seitens der Polizei das Umfeld der Diskothek Joker am Schwarzen Weg und die Gaststätte Double In am Konrad Adenauer-Ring genannt.

Vor diesem Hintergrund ist es nach Auffassung der FDP erforderlich, dieses von allen Seiten als notwendig erachtete Konzept auf den Weg zu bringen. „Den Beteuerungen müssen nunmehr Taten folgen“, hieß es im Antrag der Liberalen. „Wir hoffen auf erste Ergebnisse nach der Sommerpause“, sagte Beeck.


In der Debatte erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Uwe Hilling, dass die CDU den Antrag unterstütze. Er verwies gleichzeitig darauf, dass die CDU bereits in den Sitzungen des Verwaltungsausschusses am 7. Februar und 14. März die Verwaltung aufgefordert habe, den „Runden Tisch“ wieder einzuberufen. Dort erörtern Vertreter verschiedener Institutionen der Stadt Fragen der Sicherheit und Kriminalitätsentwicklung, um Lösungen zu erarbeiten. „Der Antrag ist gut“, kommentierte auch Robert Koop, Fraktionsvorsitzender der Bürgernahen.

Anders argumentierte die SPD. Der Antrag der FDP höre sich so an, als ob in dieser Hinsicht zu wenig getan werde, sagte Ralf Plaggenborg. „Dem widersprechen wir“, betonte der SPD-Politiker. Das Thema sei sehr komplex. Zusätzliche Polizeipräsenz verhindere körperliche Auseinandersetzungen nicht. Plaggenborg und SPD-Fraktionsvorsitzender Bernhard Bendick erinnerten auch daran, dass es gerade die FDP sei, die eine von der Polizei gewünschte Sperrstunde ausdrücklich nicht wolle.

Erster Stadtrat Stefan Altmeppen verwies darauf, dass es in letzter Zeit eine Reihe von Maßnahmen beim Joker, freiwillig oder über eine Ordnungsverfügung, gegeben habe. Dazu zählten unter anderem eine verbesserte Beleuchtung, eine Videoüberwachung im privaten Bereich und eine deutliche Verringerung der Anzahl von Veranstaltungen wie „Ein-Euro-Partys“.

Thomas Brümmer (CDU) mahnte gleichwohl, angesichts der häufigen Fälle von Körperverletzungen an den genannten „Kriminalitäts-Hotspots“ „nicht zur Tagesordnung überzugehen“. Die aktuellen Konzepte würden nicht ausreichen. Die Intensität der Delikte habe sich erheblich verändert, sagte auch sein Fraktionskollege Stefan Heskamp. Der CDU-Ratsherr, von Beruf Polizist in Rheine, verwies auf vergleichbare Fälle in anderen Kommunen, wo auch durch gemeinschaftliches Vorgehen Lösungen gefunden worden seien. „Die Augen zuzumachen und zu glauben, dass es sich von allein regelt, reicht nicht“, sagte Heskamp.


Kommentar der LT:

Am Ergebnis messen lassen

Von Thomas Pertz

Es ist gut so, dass die Mitglieder des Lingener Stadtrates die Bedeutung von Sicherheit und körperliche Unversehrtheit am Schwarzen Weg bei der Diskothek Joker und an anderen „Kriminalitäts-Hotspots“ per Beschluss noch einmal unterstrichen haben. Auch im Sitzungssaal sitzen nämlich Väter und Mütter, die wollen, dass ihre Kinder wieder gesund nach Hause kommen, wie es Ratsherr Thomas Brümmer treffend auf den Punkt brachte.

Was die Diskothek Joker anbelangt, muss ein abgestimmtes Konzept zwischen Stadt und Polizei natürlich auch den Betreiber einbeziehen. Dieser hat in den vergangenen Jahren durch Maßnahmen wie die Schulung des Sicherheitspersonals zu Verbesserungen der Situation beigetragen. Beteiligt werden sollten aber auch die Besucher der Disco selbst. Hat sie jemand einmal gefragt, wie die Sicherheit nach dem Verlassen der Diskothek insbesondere in den frühen Morgenstunden weiter gewährleistet werden könnte?

Die Polizei kann sicherlich für einen begrenzten Zeitraum verstärkter Präsenz zeigen, aufgrund ihrer personellen Ressourcen aber eben nicht auf Dauer. Konsequent zu Ende gedacht, bedeutet der nun vom Rat beschlossene Antrag der FDP deshalb auch, dass am Ende der Konzeptarbeit mehr Personalkosten bei der Stadt entstehen können – zum Beispiel durch die Einstellung eines Streetworkers, der vor Ort deeskalierend und präventiv wirken kann.

Mit dem Beschluss hat der Stadtrat ein Zeichen gesetzt. Nun müssen sich dieser und die Verwaltung am Ergebnis messen lassen.

Geplanter Neubau an der Meppener Straße ist zu wuchtig - Stadt lehnt Bauantrag ab – Unterschiedliche Meinungen im Fachausschuss

Lingener Tagespost - Lokales vom 15.06.2017

Von Thomas Pertz

Lingen. Die Stadt Lingen hat für den geplanten Neubau eines Mehrfamilienhauses an der Meppener Straße 48 eine Genehmigung abgelehnt. Einzelheiten erläuterte Stadtbaurat Lothar Schreinemacher in der jüngsten Sitzung des Planungs- und Bauausschusses.

Das Grundstück befindet sich zwischen der Straße In den Hornen und dem Kreisverkehr am Willy-Brandt-Ring. Das Gebäude dort solle abgerissen und durch einen Neubau mit sechs Wohnungen ersetzt werden, sagte Schreinemacher. Zur Meppener Straße hin sei an den Planungen hinsichtlich des Baukörpers auch nichts auszusetzen, erläuterte der Baudezernent. Problematisch ist nach Auffassung der Stadt aber die „Massivität des Gebäudes“ im rückwärtigen Teil des rund 600 Quadratmeter großen Grundstücks. Es sei zu üppig und passe in dieser Form nicht in die Nachbarschaft.

CDU-Fraktionsvorsitzender Uwe Hilling wies darauf hin, dass es in diesem Bereich der Stadt in der Vergangenheit häufiger unterschiedliche Interessenlagen gegeben habe. So hatte es in der Straße In den Hornen Pläne eines Investors für ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen gegeben, die in der Nachbarschaft für Unruhe gesorgt hatten. Von diesen Planungen hatte er aber nach Gesprächen mit der Verwaltung Abstand genommen, die Zahl der Wohnungen um eine reduziert und statt eines Staffelgeschosses ein flach geneigtes Dach vorgesehen.

Auch Hilling verwies darauf, dass der geplante Baukörper an der Meppener Straße 48 zur Straße hin in Ordnung sei, aber nach hinten heraus nicht in die nähere Umgebung passe. Er äußerte die Hoffnung, dass es der Verwaltung in Gesprächen mit dem Investor gelingt, eine Lösung zu finden. „Wir haben ebenfalls Bedenken, das ist zu viel“, bewertete Stefan Wittler (SPD) das Bauvorhaben.

Anderer Ansicht war der FDP-Fraktionsvorsitzende Jens Beeck. Der Liberale wies auf die dringende Notwendigkeit der Schaffung weiteren Wohnraums in Lingen hin. Bei dem Grundstück handele es sich um eine Fläche an einer Hauptverkehrsstraße in Lingen. „Wenn wir uns an dieser Stelle ein solches Projekt nicht vorstellen können, wo dann?“, fragte Beeck.

Schreinemacher erwiderte, dass die Verwaltung im ersten Quartal 2017 bereits 130 Wohnungen genehmigt habe. Dies mache deutlich, dass die Notwendigkeit, hier mehr Angebote zu schaffen, sehr wohl erkannt sei. „Wir wollen und müssen mehr zulassen“, erläuterte der Stadtbaurat die Strategie. Aber auf das konkrete Vorhaben an der Meppener Straße bezogen sei der „Bogen leicht überspannt“. Eine Genehmigung würde zulasten der Nachbarschaft gehen.

Architektenwettbewerb für Bahnhof

Lingener Tagespost - Lokales vom 15.06.2017

Die Stadt Lingen wird zur Umgestaltung des Lingener Bahnhofes und der Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes einen Architektenwettbewerb durchführen.

Von Thomas Pertz

Lingen. Dazu gab es einen einstimmigen Beschluss in einer gemeinsamen Sitzung des Planungs- und Bauausschusses und des Ausschusses für Zentrale Gebäudewirtschaft (ZGW).

Die ZGW als Eigenbetrieb der Stadt ist die Besitzerin des Gebäudes, das die Stadt im vergangenen Jahr von der Bahn gekauft hatte. Auch wenn die Details noch ausgearbeitet werden müssen, steht die Zielrichtung fest: Das Bahnhofsgebäude soll in seiner Gelenkfunktion zur Innenstadt gestärkt werden und neben seinen Kernaufgaben im Reise- und Tourismusbereich auch eine Gas-tronomie aufweisen.

Stadtbaurat Lothar Schreinemacher schlug vor, den Architektenwettbewerb formal nun einzuleiten. Die inhaltliche Beratung solle in der nächsten Sitzung im August nach der Sommerpause erfolgen. Dabei gehe es unter anderem darum, ein Konzept zu erarbeiten, bauliche Missstände an dem denkmalgeschützten Gebäude zu korrigieren, eine Barrierefreiheit zu gewährleisten und eine hohe Aufenthaltsqualität in diesem stadtbildprägenden Gebäude zu gewährleisten.

Nach der Bekanntmachung des Wettbewerbs sieht der Zeitplan vor, dass sich Architekten bis Ende Juli bewerben können. Bis zum 20. Oktober ist Zeit für die Abgabe der Entwürfe. Die Abstimmung im Preisgericht soll am 22. November erfolgen.

Kritik von den BN

„Wir begrüßen diesen Weg und den Architektenwettbewerb, mit dem wir gute Erfahrungen gemacht haben“, meinte Uwe Hilling. Ähnlich äußerten sich auch Stefan Wittler für die SPD-Fraktion und Thomas Kühle für Bündnis 90/Die Grünen. Die Bürgernahen sprachen ebenfalls von einem „guten Weg“, mahnten aber, dass innerhalb der Verwaltung das Tempo solcher Entscheidungen erhöht werden sollte. Fraktionsvorsitzender Robert Koop erinnerte daran, dass schon vor zwei Jahren klar gewesen sei, dass die Stadt Eigentümer werde: „Vor zehn Monaten hat sie es gekauft; da darf es nicht bis jetzt dauern zu sagen, dass wir einen Wettbewerb machen wollen.“

Die BN machten eine Reihe von Vorschlägen zum Gebäude und zur zukünftigen Nutzung: Sie reichten von einer energetisch sparsamen Gebäudenutzung über eine räumliche Einbindung des LWT, offenes W-Lan, USB-Ladestation, Geldautomaten und Gastronomie bis hin zur Regelung des Fußgänger- und Radverkehrs.

Den Vorwurf des „Schneckentempos“ in der Verwaltung wies Baudezernent Schreinemacher zurück. „Wir haben viel auf der Agenda, keiner kann sich über Arbeitsmangel beklagen“, sagte Schreinemacher auch unter Hinweis auf den gerade beendeten Architektenwettbewerb zur Erweiterung des Emslandmuseums. Die Gespräche mit den Fördergeldgebern seien ebenfalls zeitaufwendig.

„An dieser Stelle muss Qualität vor Geschwindigkeit stehen“, riet FDP-Fraktionsvorsitzender Jens Beeck. Beim Bahnhofsgebäude handele es sich um ein städtebauliches Juwel, das nicht immer gut behandelt worden sei. Wichtig sei künftig vor allem eine gut ausgestattete Gastronomie mit langen Öffnungszeiten, um den Bereich zu beleben.

Körperverletzungen in der Nacht - Kriminalitätsschwerpunkte in Lingen: FDP fordert Taten

Lingener Tagespost - Lokales

Lingen. Seit Jahren ist bekannt, an welchen Orten es in Lingen in den späten Stunden des Wochenendes zu vielen Körperverletzungen kommt. Die FDP fordert nun ein abgestimmtes Vorgehen von Stadt und Polizei.

In einem Antrag an den Rat der Stadt Lingen hat die FDP-Ratsfraktion den erneuten Bericht der Polizei zur Kriminalitätsstatistik im Mai 2017 aufgenommen und fordert nunmehr ein abgestimmtes und zielgerichtetes Vorgehen von Stadt und Polizei. Das geht aus einer Pressemitteilung der Liberalen hervor.

Rund um den Joker und in der Innenstadt

Hintergrund ist die Konzentration insbesondere von Körperverletzungsdelikten in den späten Nächten der Wochenenden an wenigen Orten in der Stadt Lingen. Hierzu zählen vor allem die Umgebung des Jokers am Schwarzen Weg und der Konrad-Adenauer-Ring in der Nähe des Kreisverkehrs sowie wenige andere Punkte in der Kernstadt. Der Leiter der Polizeiinspektion in Lingen, Karl-Heinz Brüggemann, fordert seit Jahren eine Sperrstunde.

„Entschieden entgegen treten“

„Es kann nicht sein, dass wir alljährlich eine Verfestigung von Gewaltstraftaten an bestimmten Orten zu bestimmten Zeiten zur Kenntnis nehmen, ohne dieser Entwicklung entschieden und mit allen Instrumenten des Rechtsstaats entgegenzutreten“, wird FDP-Ratsherr Jens Beeck in der Mitteilung der FDP zitiert. Hier sei sicher die Polizei gefragt, ergänzt FDP-Ratsherr Dirk Meyer, „ aber auch die Stadt kann mit den Fachkräften rund um den Stadtjugendpfleger, den vorhandenen oder gegebenenfalls zu schaffenden Kräften im Ordnungsamt und dem Bau-, Planungs- und Genehmigungsrecht ihren Beitrag leisten“.
Stadt muss sich einbringen

Nach Einschätzung der FDP-Fraktion besteht hierzu im Rat parteiübergreifend die Bereitschaft städtische Ressourcen einzusetzen oder nötigenfalls auch zu schaffen. Sicherheit und körperliche Unversehrtheit seien wesentliche Rechtsgüter, die alle staatlichen Ebenen nach Kräften sicher zu stellen haben. Die Stadt müsse ihre Leistungsfähigkeit an dieser Stelle mit einbringen, um die Bürger und die Gäste wirksam zu schützen.

FDP nominiert Kandidaten im Emsland für den Landtag - Partei will liberale Basis weiter ausbauen

Lingener Tagespost - Lokales vom 09.06.2017
Von Johannes Franke

Von links nach rechts: Dirk Meyer, Rainer Levelink und Marion Terhalle
Von links nach rechts: Dirk Meyer, Rainer Levelink und Marion Terhalle
Lingen. Auf der FDP-Wahlkreismitgliederversammlung im Gasthof Brümmer in Biene sind Dirk Meyer für den Wahlkreis 80, Rainer Levelink für den Wahlkreis 81 und Marion Terhalle für den Wahlkreis 82 als Kandidaten für die niedersächsische Landtagswahl am 14. Januar 2018 gewählt worden.

Mit vier Ja-Stimmen und einer Enthaltung nominierten die anwesenden Wahlkreismitglieder Dirk Meyer für den Wahlkreis 80, ehemaliger Altkreis Lingen, zum Landtagskandidaten. Für Rainer Levelink aus dem Wahlkreis 81, Altkreis Meppen und Samtgemeinde Lengerich, votierten zwölf Parteifreunde, und Marion Terhalle erhielt von den neun Stimmberechtigten acht Ja-Stimmen bei einer Enthaltung und kandidiert für den Wahlkreis 82, Altkreis Aschendorf-Hümmling.

Der 40-jährige Steuerberater und Wirtschaftsprüfer aus Lingen-Biene hob als Kandidat die Arbeit, das Gewerbe und die Digitalisierung vor Ort hervor, für die er sich als möglicher Mandatsträger einsetzen werde. Die FDP solle „nicht der verlängerte Arm der CDU sei“, sondern eine eigenständige Macht, die nicht nur als Koalitionspartner um des Regierens willen antrete.

Handlungsbedarf sieht auch der 34-jährige Rainer Levelink, Geschäftsführer im familiengeführten Busunternehmen. Motiviert, liberale Standpunkte zu vertreten, sei nach seinen Angaben die stetig wachsende Bürokratie, die Reglementierung und das Schwinden der persönlichen Freiheitsrechte einzudämmen. Auch der Schulbereich ist für den FDP-Politiker ein weiteres Schwerpunktthema. Hier müsse die Verzahnung mit neuen Technologien verstärkt werden. In der hochmodernen Digitalisierung liege nach seiner Einschätzung enormes Potenzial, um dem ländlichen Raum mehr Attraktivität zu verleihen.

Marion Terhalle, FDP-Kreistagsabgeordnete, ist seit 15 Jahren Kommunalpolitikerin, stellvertretende Ortsbürgermeisterin in Aschendorf und kandidiert sowohl für den Bundestag als auch für den Landtag. Sie wolle die liberale Basis mitnehmen und weiter ausbauen. „Ich kann mich meinen Vorrednern nahtlos anschließen“, äußerte sie sich und ging ebenfalls auf Themen wie Digitalisierung, Eingriffe in Eigentumsrechte, Regulierungen, Landwirtschaft und Naturschutz näher ein.

Unsere Direktkandidaten für die Landtagswahl 2018

Von links nach rechts: Dirk Meyer, Rainer Levelink und Marion Terhalle
Von links nach rechts: Dirk Meyer, Rainer Levelink und Marion Terhalle
Die Landtagswahl Niedersachsen ist zwar erst am 14. Januar 2018, gestern am 7. Juni 2017 wurden aber schon unsere Direktkandidaten in den emsländischen Wahlkreisen gewählt. Von links nach rechts: Dirk Meyer, Wahlkreis 80 (Altkreis Lingen ohne SG Lengerich + Samtgemeinde Schüttorf), Rainer Levelink, Wahlkreis 81 (Altkreis Meppen + Samtgemeinde Lengerich) und Marion Terhalle (Altkreis Aschendorf-Hümmling). Herzlichen Glückwunsch! #fdpemsland

Levelink will in Landtag einziehen - 34-Jähriger tritt für die FDP an

Für die FDP will Rainer Levelink bei der Wahl im Januar 2018 antreten. Foto: FDP
Für die FDP will Rainer Levelink bei der Wahl im Januar 2018 antreten. Foto: FDP
Lingener Tagespost - Nachbarschaft vom 06.06.2017

Meppen. Für die Landtagswahl 2018 schlägt die Meppener FDP Rainer Levelink als Direktkandidaten im Wahlkreis 81 (Altkreis Meppen und Samtgemeinde Lengerich) vor. Das geht aus einer Pressemitteilung der Freidemokraten hervor.

Der 34-jährige verheiratete Meppener lebt seit sieben Jahren in der Kreisstadt, zuvor wohnte er in Twist. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften in Bochum ist er seit 2009 im familiengeführten Busunternehmen beschäftigt und seit Jahresbeginn Geschäftsführer.

Levelink ist bei der zurückliegenden Kommunalwahl in den Stadtrat Meppen gewählt. Der Einzug in den Kreistag ist ihm nicht gelungen, allerdings konnte er das Ergebnis der FDP im Wahlbereich Twist-Geeste-Haselünne mehr als verdoppeln.

Handlungsbedarf sieht der Kandidat nach eigenen Angaben die stetig wachsende Bürokratie einzudämmen. Der Schulbereich sei für den FDP-Politiker ein weiteres Schwerpunktthema, hier müsse die Verzahnung mit neuen Technologien verstärkt werden. Darin liege nach seiner Einschätzung enormes Potenzial, um dem ländlichen Raum mehr Attraktivität zu verleihen. Für das Emsland sei außerdem – immer mit Blick auf den Naturschutz – ein aufrichtiges Bekenntnis zur Landwirtschaft von Bedeutung.

Aktivitäten der LWT verringern Defizit - Sitzung des Beirates

Lingener Tagespost - Lokales vom 03.06.2017

Die Aktivitäten der „Lingen Wirtschaft und Tourismus GmbH“ (LWT) im Jahr 2016 haben in der Bilanz zu einer Ergebnisverbesserung beim Verlustausgleich geführt. Der Jahresfehlbetrag betrug 438.591 Euro. 2015 hatte dieser noch bei 523.800 Euro gelegen.

Von Thomas Pertz

Lingen. Diese Zahlen nannte Marko Schnitker in der Sitzung des Beirates LWT. Schnitker hatte die Geschäftsführung im Februar letzten Jahres gemeinsam mit Philipp Schubert bis zur Rückkehr der in Elternzeit befindlichen Geschäftsführerin Gesche Hagemeier übernommen.

Der durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WRG Audit GmbH aus Gütersloh geprüfte Jahresabschluss 2016 beim LWT schließt mit einer Bilanzsumme von 1,06 Millionen Euro ab. Der Defizitausgleich erfolgt durch die Stadt Lingen. Die erforderliche Summe von 438 591 Euro liegt um 85 254 Euro niedriger als im Jahr 2015. Im vergangenen Jahr gab es 43 verschiedene Veranstaltungen und insgesamt 135 Veranstaltungstage, die als Kooperations- oder eigene Veranstaltungen von LWT durchgeführt wurden.

Schnitker und Schubert nannten mehrere Gründe für diese positive Entwicklung. Neue Veranstaltungsangebote wie das „Multikulinair Foodfestival“, eine Art kulinarische Weltreise auf dem Marktplatz im letzten Jahr, seien sehr gut angenommen worden. Beim Fest „Park in Kinderhand“ zur Eröffnung des Emsauenparkes sei es dank intensiver Sponsorenakquise, so Schubert, gelungen, ein breites Angebot kostenneutral anbieten zu können. Viel „Manpower“ hatten dort auch die Kivelinge geleistet. Weiterhin gut entwickelt hat sich der Umsatz bei den Einkaufsgutscheinen. Hier verzeichnet LWT einen Zuwachs von 8,9 Prozent bei einer Summe von 567.100 Euro. „Das ist Kaufkraft, die in Lingen gebunden wird“, betonte Schnitker.

Riße: Äußerst zufrieden

Auch das Defizit, das LWT für den Weihnachtsmarkt, die Eislaufbahn und die Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung eingeplant hatte, ist deutlich geringer ausgefallen. So wurde mit 119.000 Euro gerechnet, 54.583 Euro insgesamt sind es. Zur Verringerung des Defizites hätten auch die insgesamt 33 Weihnachtsmarkttage im vergangenen Jahr beigetragen, sagte Schubert. 2017 seien es wegen der kürzeren Adventszeit nur 25, die auch geringere Einnahmen bei den Standgebühren nach sich ziehen würden.

Marc Riße zeigte sich „äußerst zufrieden“ mit den Erläuterungen seitens der LWT-Geschäftsführung. Beim Weihnachtsmarkt sei eine Steigerung der Attraktivität zu erkennen. „LWT wird stetig besser“, sagte Riße auch in seiner Erwiderung zum Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, ein neues Konzept für den Bereich „Tourismus in Lingen“ zu erstellen. Dabei sollte, so hieß es im Antrag, auch über Strukturveränderungen bei der LWT nachgedacht werden.

Im Einvernehmen mit Grünen-Ratsherr Thomas Kühle ließ Ausschussvorsitzender Werner Hartke (CDU) über den Antrag nicht mehr abstimmen, da auch die anderen Ausschussmitglieder zu einer anderen Bewertung gekommen waren. „Die LWT kann sich nicht selbst tragen, aber ihre Existenzberechtigung ist absolut gegeben“, fasste Dirk Meyer für die FDP zusammen.

„Wir sind auf einem guten Wege und passen uns ständig neu an“, bewertete Oberbürgermeister Dieter Krone die Arbeit von LWT. Das Streetfoodfestival in Lingen von 2016 werde nun in anderen Städten kopiert. Auch die Idee „Zu Gast zu Hause“ und das Angebot an Lingener, zu verbilligten Preisen eine Nacht in einem Hotel der Stadt zu verbringen, sei letztes Jahr gut angenommen worden. Die LWT habe sich aus einer schweren finanziellen Lage heraus seit dem Jahr 2010 personell, planerisch und konzeptionell neu aufgestellt.